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Meme & Virales Marketing

Memes und virales Marketing

Meme & Virales Marketing

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Wenn wir von einem „Meme“ sprechen, meinen wir damit eigentlich digitale Reproduktionen und sogenannten Massenhypes, die immer häufiger um die Welt gehen. Seien es Tanzvideos des Gangnam Style oder noch viel mehr dem „Harlem Shake“, aufgeklebte Bärte, das sogenannte „planking“, Katzenbärte und viele mehr finden in der heutigen Zeit immer mehr Zuspruch bei der „Generation iA“, meine Bezeichnung für die Generation von Menschen, die mit einer hohen Internetaffinität aufwächst und sich dieser fast nicht verwehren kann.

Der Artikel als gelesene Audio-Datei. Länge 4:55.
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Das Wort „Mem“ (im Englischen „meme“) leitet sich aus dem griechischen „mimema“ (μίμημα = gesprochen [míːmɛːma] = mīmēma) ab und bedeutet „Etwas Nachgemachtes“.

Zur Wortentstehung von „meme“

Das Wort „meme“ wurde das erste mal von dem revolutionären britischen Biologen Richard Dawkins geprägt, der es 1979 in seiner Veröffentlichung „The Selfish Gene„* das erste mal erwähnte. Es ist eine Wortbildung, entstanden aus „memory“ und „gene“. Hier geht es gezielt um die evolutionäre Fortpflanzung bzw. Vervielfältigung einer Idee bzw. eines kulturellen Phänomens. Dies kann Melodien ebenso betreffen wie bestimmte Redensarten, Kleidungsarten oder aber auch die Theorie hinter dem Bau von Torbögen.
Memes vervielfältigen sich durch das Verhalten, das in seinem „Wirt“ hervorgerufen wird. Bei der Weitergabe eines „memes“ kann es selbstverständlich auch zu Modifizierungen, Verbesserungen und Verschlechterungen kommen; je nach Bedeutung und Relevanz die hinter einem „meme“ steckt, halten sich diese länger oder kürzer – teilweise aber auch über Generationen hinweg und verbreiten sich dementsprechend schnell / langsam gerade in der heutigen Zeit im Internet. Die besten und Kultur-übergreifenden „memes“ verbreiten sich schnell im world wide web und bleiben lange erhalten.

Virales Marketing & Memes

Wie funktionieren „memes“ in der Praxis?

In erster Linie muss ein „meme“ eine möglichst große Zielgruppe ansprechen und entweder durch seine Aussage, durch den „Witz“ hinter der Aktion, durch Einprägsamkeit und viele andere Faktoren im Gedächtnis bleiben. Ein „meme“ funktioniert nur dann, wenn es reproduzierbar, kopierbar und verteilbar bleibt.
Am Beispiel „Harlem Shake“ betrachtet, hat sich dieser sehr schnell gerade bei Internet-affinen Firmen wie Google, Webagenturen, Marketingagenturen durchgesetzt und sich so sehr schnell auf youtube verbreitet. Mittlerweile gibt es sogar eine „Harlem Shake App„*, mit der man schnell eigene Versionen des „Harlem Shakes“ aufnehmen und direkt auf youtube mit einem Video-fähigen Smartphone verteilen kann.
Übliche „Launch-Plattformen“ sind im Übrigen Youtube, Flickr und Twitter, im Anschluss aber auch Facebook und eigene Blogs bis hin zu Google+. So scheint es durchaus nachvollziehbar, wenn überdurchschnittlich oft ein „meme“ durch Büroangestellte zu so hohen Klickraten und Verteilungsraten kommt.

Die Bedeutung von „memes“ im viralen Marketing

Selbstverständlich haben sich auch führende Marketingköpfe in der heutigen Zeit bereits Gedanken zu der Verwendung von „memes“ im viralen Marketing von Produkten Gedanken gemacht. Hier ist oftmals beim Start eines „memes“ viel Geld mit im Spiel um eine größtmögliche Fangemeinde in einer oder mehrerer der oben genannten Plattformen aufzubauen. Erst so können Sie Produktplatzierungen im viralen Marketing in Gang bringen.

Generell bin ich der Meinung, dass moderne Unternehmen in der heutigen Zeit nicht mehr an der Verwendung von Social Media Plattformen als Marketing Kanal vorbei kommen. Das Problem an dieser Sache ist in meinen Augen, dass hierfür viel zu selten Agenturen und damit Spezialisten beauftragt werden, sondern interne Mitarbeiter, die zwar alle ein bisschen „Facebook können“ und „Twitter twittern“ aber oft wenig von den Zusammenhängen im Social Web verstehen. Dies führt im Umkehrschluss dazu, dass Kanäle ungenutzt und damit wertvolle Marketingchancen vergeben werden. Viel schlimmer noch kommt es dann, wenn wichtige Trends im Internet und wertvolles Feedback zum eigenen Produkt übersehen wird und sich hier eine negative Meinung verselbständigt.
In diesen Fällen bleibt nichts anderes mehr übrig als „hinterher zu wischen“, „aufzuräumen“, teilweise sogar ganze Marketingkanäle dicht zu machen oder zu sperren. Aber selbst in diesen Fällen lassen sich Blogs und deren Breitenwirksamkeit kaum unterdrücken. So kann es dazu kommen, dass Diskussionen und Meinungen an anderer Stelle weitergetragen werden, sich verbreiten und wieder den Weg in das „Social Web“ zurückfinden; nur dieses Mal z.B. leider nicht auf der eigenen Facebook Seite, sondern auf den Facebook Seiten enttäuschter Kunden und Sympathisanten. In diesem extremen Fall sprechen wir von „Shitstorms“, deren Medienwirksamkeit und Breitenwirksamkeit nur viel zu selten aufgehalten werden kann. Wir lernen also daraus: Aktiver Kundendialog im „Social Web“ ist das A und O im Aufbau einer guten Produktanhängerschaft.

Harlem Shake der Miami Heats

Harlem Shake der UGA Schwimm-Mannschaft

Harlem Shake der Universität von Texas

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